Spezialbanken verstehen

SozialBank im Überblick

Die SozialBank AG, früher Bank für Sozialwirtschaft, ist eine deutsche Spezialbank für Unternehmen, Verbände, Stiftungen und Organisationen aus Sozialwirtschaft, Gesundheitswesen und Bildung. Ihr Schwerpunkt liegt nicht auf dem klassischen Privatkundengeschäft, sondern auf Finanzierung, Zahlungsverkehr und Geldanlage für institutionelle Kunden.

Spezialbank Sitz: Köln Gegründet 1923 Soziales & Gesundheit
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Einführung

Was ist die SozialBank?

Die SozialBank wurde am 10. März 1923 in Berlin als „Hilfskasse gemeinnütziger Wohlfahrtseinrichtungen Deutschlands“ gegründet. Sie sollte Wohlfahrtsverbände und gemeinnützige Einrichtungen bei Finanzierung, Zahlungsverkehr und Vermögensverwaltung unterstützen.

Seit 1996 befindet sich die Zentrale in Köln. Heute firmiert das Institut als SozialBank AG. Es ist auf Unternehmen, Verbände, Stiftungen und Organisationen aus den Bereichen Soziales, Gesundheit und Bildung spezialisiert.

Zum Kundenkreis gehören unter anderem Wohlfahrtsverbände, Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser, Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe, Träger der Behindertenhilfe, Bildungseinrichtungen, Wohnungsunternehmen, Vereine und Stiftungen.

Gründung

1923

Gegründet als Hilfskasse für gemeinnützige Wohlfahrtseinrichtungen.

Rechtsform

Aktiengesellschaft

Die SozialBank ist heute als deutsche Aktiengesellschaft organisiert.

Sitz

Köln

Die Zentrale befindet sich seit 1996 in Köln.

Schwerpunkt

Sozialwirtschaft

Fokus auf Soziales, Gesundheit, Bildung und gemeinnützige Organisationen.

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Werte und Ausrichtung

Soziale und nachhaltige Grundsätze

Das Geschäftsmodell der SozialBank ist auf die Finanzierung sozialer und gesundheitlicher Infrastruktur ausgerichtet. Die Bank verbindet diese Spezialisierung mit Nachhaltigkeitskriterien für Kreditvergabe, Eigenanlagen und Wertpapierberatung.

Ausschlusskriterien

  • kontroverse Waffen
  • konventionelle Rüstung oberhalb definierter Umsatzschwellen
  • Kernenergie
  • Kohleförderung und Kohleverstromung
  • Ölsande und Fracking
  • Tabakproduktion
  • schwere Verstöße gegen Menschenrechte, Arbeitsstandards und Umweltschutz

Positiv ausgerichtete Bereiche

  • Gesundheitsversorgung
  • Seniorenhilfe und Pflege
  • Kinder-, Jugend- und Familienhilfe
  • Behindertenhilfe
  • Bildung und gemeinnützige Arbeit
  • soziale Wohnungswirtschaft
  • Stiftungen und Wohlfahrtsverbände
Sozialer Wirkungsbezug

Die SozialBank ordnet ihr Kreditgeschäft den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen zu. Im Mittelpunkt stehen insbesondere Armutsbekämpfung, Gesundheit, Bildung und nachhaltige Städte. Für Eigenanlagen nutzt die Bank externe ESG-Daten und veröffentlichte Ausschlussregeln.

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Angebot

Produkte und Leistungen

Die Produkte der SozialBank sind überwiegend auf institutionelle Kunden zugeschnitten. Ein klassisches, breit vermarktetes Privatkundengirokonto gehört nicht zum Schwerpunkt des aktuellen Angebots.

Zahlungsverkehr

Geschäftskonten

Mehrere Kontomodelle für Organisationen sowie ein subventioniertes Spendenkonto.

Liquidität

Tagesgeld & Kündigungsgeld

Flexible Anlageformen für institutionelle Kunden mit variabler Verzinsung und unterschiedlichen Kündigungsfristen.

Festanlage

Festgeld

Festverzinsliche Anlageprodukte für Unternehmen, Vereine, Stiftungen und andere Organisationen.

Wertpapiere

Depot & Fonds

Wertpapierberatung, nachhaltige Fonds, Vermögensverwaltung und Anlagekonzepte für gemeinnützige Organisationen.

Finanzierung

Kredite

Investitions- und Immobilienfinanzierungen, Kontokorrentkredite, Factoring und Leasing für Sozial- und Gesundheitswirtschaft.

Institutionen

Beratung & Services

Fördermittelberatung, Zahlungsverkehr, EBICS, Fundraising, Stiftungsberatung und Liquiditätsmanagement.

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Kosten einordnen

Gebühren und Konditionen

Die SozialBank veröffentlicht viele Preise in ihren Produktunterlagen und Preisverzeichnissen. Bei institutionellen Kunden hängen Gebühren häufig vom Kontomodell, Buchungsvolumen, Zahlungsverkehr und Beratungsumfang ab.

Produkt oder LeistungVeröffentlichte KonditionEinordnung
GeschäftsgirokontoMehrere Kontomodelle; Preise laut aktuellem Preis- und LeistungsverzeichnisGrundpreis und Buchungsposten hängen vom gewählten Modell ab.
SpendenkontoKostenfreie KontoführungReduzierter Preis je Arbeitsposten; Voraussetzungen des Produkts beachten.
KartenPreise laut aktuellem Preis- und LeistungsverzeichnisFirmenkarten und nachhaltige Kartenangebote je nach Kontomodell.
Tagesgeld0,10 % bis 0,60 % p. a. nach StaffelInstitutionelles Angebot; Mindestanlage 50.000 Euro.
KündigungsgeldVariabler ZinssatzKündigungsfrist und Zins richten sich nach der jeweiligen Vereinbarung.
FestgeldIndividuelle Konditionen nach Laufzeit und AnlagebetragFür institutionelle Kunden und Organisationen.
Festgeld Plus Nachhaltigkeit3,75 % p. a. bei sechs Monaten LaufzeitBefristetes Angebot bis 30.06.2026; Mindestanlage 100.000 Euro und zusätzliche Produktbedingungen.
Depot & WertpapierberatungEntgelte nach Depotmodell und TransaktionZusätzliche Produkt-, Fonds- und Fremdkosten können anfallen.
FinanzierungenIndividuelle KonditionenZins und Gebühren hängen von Bonität, Projekt, Sicherheiten und Laufzeit ab.
Keine pauschale Privatkundenpreisliste

Die Bank konzentriert sich auf Organisationen der Sozial- und Gesundheitswirtschaft. Deshalb lassen sich Gebühren nicht immer mit klassischen Privatgirokonten vergleichen. Maßgeblich sind das jeweilige Angebot und die individuellen Vertragsunterlagen.

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Regulierung

Sicherheit und Aufsicht

Die SozialBank AG ist ein deutsches Kreditinstitut und unterliegt der deutschen und europäischen Bankenaufsicht. Sie ist der BVR Institutssicherung GmbH und zusätzlich der freiwilligen Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken angeschlossen.

Gesetzlich geschützte Einlagen sind grundsätzlich bis zu 100.000 Euro je Einleger und Bank abgesichert. Für bestimmte vorübergehend erhöhte Guthaben können gesetzliche Sonderregelungen gelten.

01

Einlagensicherung

Gesetzlicher Schutz grundsätzlich bis 100.000 Euro je Einleger und Kreditinstitut.

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Aufsicht

Beaufsichtigung durch BaFin und Deutsche Bundesbank im europäischen Aufsichtsrahmen.

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OnlineBanking

NetKey, PIN, SecureGo plus, Sm@rt-TAN plus und EBICS für professionelle Zahlungsprozesse.

Wertpapiere sind keine Einlagen

Fonds, Anleihen und Vermögensverwaltungen unterliegen Markt- und Verlustrisiken. Für sie gilt nicht dieselbe gesetzliche Einlagensicherung wie für Konto- oder Festgeldguthaben.

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Alltagseinordnung

Für wen kann die SozialBank passen?

Die SozialBank eignet sich vor allem für Organisationen und Unternehmen, die im sozialen, gesundheitlichen oder gemeinnützigen Bereich tätig sind und spezialisierte Finanzierung, Geldanlage oder Zahlungsverkehrslösungen benötigen.

Kann interessant sein für

  • Wohlfahrtsverbände und soziale Träger
  • Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen
  • Stiftungen, Vereine und gemeinnützige Organisationen
  • Bildungseinrichtungen
  • soziale Wohnungsunternehmen
  • Organisationen mit Fördermittel- oder Fundraisingbedarf

Vorher prüfen

  • kein typisches Massenmarktangebot für Privatkunden
  • viele Preise werden individuell vereinbart
  • Tages- und Festgeld verlangen teilweise hohe Mindestanlagen
  • Beratung und Produkte sind stark institutionell ausgerichtet
  • Wertpapierprodukte unterliegen Anlagerisiken
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Markteinordnung

Vergleich zu nachhaltigen Banken

Die SozialBank unterscheidet sich von klassischen Nachhaltigkeitsbanken vor allem durch ihre Konzentration auf institutionelle Kunden aus Sozialwirtschaft, Gesundheit und Bildung. Die folgende Einordnung beschreibt Unterschiede ohne Rangfolge.

Spezialbank

SozialBank

Fokus auf soziale Infrastruktur, Gesundheitswesen, Stiftungen und Non-Profit-Organisationen.

Genossenschaft

GLS Bank

Breites Privat- und Geschäftskundenangebot mit sozial-ökologischer Kreditvergabe.

Direktbank

EthikBank

Privatkundenausrichtung mit veröffentlichten Ausschlusskriterien und Kreditlisten.

Umweltbank

UmweltBank

Schwerpunkt auf Umweltfinanzierungen, nachhaltigem Sparen und Geldanlage.

Unterschied zu Kirchenbanken

Kirchenbanken wie Evangelische Bank, KD-Bank, Pax-BKC, BIB Essen und DKM richten sich besonders an kirchliche und konfessionelle Einrichtungen. Die SozialBank ist nicht konfessionell gebunden und spezialisiert sich breiter auf Sozial-, Gesundheits- und Bildungswirtschaft.

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Kurz beantwortet

Häufige Fragen

Wie nachhaltig ist die SozialBank?

Die Bank finanziert vor allem soziale und gesundheitliche Infrastruktur und nutzt Ausschlusskriterien für Kreditgeschäft und Eigenanlagen. Zusätzlich berücksichtigt sie ESG-, SDG- und Klimadaten in Beratung und Vermögensverwaltung.

Welche Produkte bietet die SozialBank an?

Zum Angebot gehören Geschäftskonten, Spendenkonten, Tagesgeld, Kündigungsgeld, Festgeld, Wertpapierberatung, Vermögensverwaltung, Kredite, Factoring, Leasing, Fördermittelberatung und Fundraisingservices.

Für wen ist die SozialBank geeignet?

Sie richtet sich vor allem an Unternehmen, Verbände, Stiftungen und Organisationen aus Sozialwirtschaft, Gesundheitswesen und Bildung. Für klassische Privatkunden ist das Angebot begrenzt.

Wie sicher ist mein Geld?

Einlagen sind über die BVR Institutssicherung grundsätzlich bis zu 100.000 Euro je Einleger und Bank geschützt. Zusätzlich besteht die freiwillige Sicherungseinrichtung der genossenschaftlichen Finanzgruppe.

Bietet die SozialBank ein privates Girokonto an?

Die aktuelle Marktpositionierung richtet sich auf institutionelle Kunden und Organisationen. Ein klassisches, breit angebotenes Privatgirokonto steht nicht im Mittelpunkt des Angebots.

Aktuelle Preise prüfen

Konten, Anlagen und Finanzierungslösungen prüfen

Prüfe vor einer Entscheidung Kontomodell, Buchungskosten, Karten, Mindestanlage, Zinsen und institutionelle Voraussetzungen in den aktuellen Produktunterlagen.

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Redaktionelle Grundlage

Primärquellen

Hinweis: Dieser Artikel dient der neutralen Information. Preise, Zinssätze und Produktbedingungen können sich ändern. Maßgeblich sind die aktuellen Vertragsunterlagen und Preisverzeichnisse der SozialBank. Wertpapiere können Verluste verursachen; Finanzierungen setzen eine Bonitäts- und Projektprüfung voraus.