Das wichtigste Konto im Alltag

Girokonto Der große Überblick.

Dein Girokonto begleitet dich jeden Tag – beim Bezahlen, Sparen und Organisieren deiner Finanzen. Damit du nicht zu viel zahlst oder wichtige Funktionen verpasst, erfährst du hier, worauf du wirklich achten solltest und wie du das beste Konto für dich findest.

Girokonto verständlich erklärt Mit Kostenrechner und Vergleichscheck Stand: Juni 2026
01 Zahlungszentrale

Gehalt, Miete, Lastschriften, Überweisungen und Kartenzahlungen laufen über das Girokonto.

02 Kosten vollständig prüfen

Kontoführung, Karten, Bargeld und Dispozinsen entscheiden über die tatsächlichen Gesamtkosten.

03 Karten unterscheiden

Girocard, Debitkarte und Kreditkarte funktionieren nicht identisch und können unterschiedlich viel kosten.

04 Zur Nutzung passend wählen

Das günstigste Konto auf dem Papier ist nicht automatisch das beste Konto für deinen Alltag.

01
Definition und Zweck

Was ist ein Girokonto?

Ein Girokonto ist ein Zahlungskonto für den laufenden Zahlungsverkehr. Es dient dazu, Geld zu empfangen, Zahlungen auszuführen und die eigenen Finanzen im Alltag zu organisieren.

Auf dem Konto können beispielsweise Gehalt, Rente, Sozialleistungen, Unterhalt oder private Überweisungen eingehen. Gleichzeitig werden darüber Miete, Strom, Versicherungen, Einkäufe, Abonnements und andere Ausgaben bezahlt.

Technisch ist das Girokonto ein laufendes Konto, auf dem Gutschriften und Belastungen fortlaufend miteinander verrechnet werden. Deshalb wird es auch als Kontokorrentkonto bezeichnet.

Die rechtlichen Grundlagen liegen vor allem in den Vorschriften über Zahlungsdienste in den §§ 675c bis 676c des Bürgerlichen Gesetzbuchs. Weitere Regeln ergeben sich unter anderem aus dem Zahlungskontengesetz, dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz, europäischen Zahlungsverkehrsvorgaben und dem jeweiligen Kontovertrag.

Ein normales Girokonto ist grundsätzlich ein freiwilliges Vertragsangebot der Bank. Sie kann die Kontoeröffnung deshalb regelmäßig von einer Identitäts- und Bonitätsprüfung abhängig machen. Einen gesetzlichen Zugang gibt es dagegen unter bestimmten Voraussetzungen über das Basiskonto.

Das Girokonto ist kein Sparkonto Guthaben auf einem Girokonto wird häufig gar nicht oder nur niedrig verzinst. Für Rücklagen können Tagesgeld oder andere geeignete Anlageformen sinnvoller sein.
02
Kontomodelle verstehen

Welche Arten von Girokonten gibt es?

Banken verwenden viele unterschiedliche Produktnamen. Hinter ihnen stehen meist einige typische Kontomodelle. Entscheidend ist nicht die Bezeichnung, sondern welche Leistungen enthalten sind und welche Bedingungen gelten.

01

Standard-Girokonto

Das klassische Girokonto bietet die üblichen Funktionen für Überweisungen, Lastschriften, Karten und Bargeld. Je nach Bank kann es online, telefonisch und in der Filiale genutzt werden.

02

Online-Girokonto

Dieses Modell wird überwiegend über App oder Browser geführt. Persönliche Schalterleistungen sind nicht verfügbar oder kosten extra. Dafür fällt die Grundgebühr häufig niedriger aus.

03

Kostenloses Girokonto

Gemeint ist meistens ein Konto ohne monatliche Kontoführungsgebühr. Karten, Bargeld, Fremdwährungen oder Zusatzleistungen können trotzdem kostenpflichtig sein.

04

Premium-Konto

Premiumkonten enthalten häufig Kreditkarten, Reiseversicherungen, Rabatte oder besondere Services. Sie lohnen sich nur, wenn du die Leistungen tatsächlich benötigst.

05

Jugend- und Studentenkonto

Diese Konten werden häufig kostenlos oder günstiger angeboten. Meist gelten Altersgrenzen oder ein Nachweis über Schule, Ausbildung oder Studium.

06

Geschäftskonto

Geschäftskonten sind für berufliche oder gewerbliche Umsätze gedacht. Gebühren, Buchungspreise und Vertragsbedingungen unterscheiden sich häufig deutlich von Privatkonten.

Privatkonto nicht ungeprüft geschäftlich nutzen Viele Banken schließen eine gewerbliche Nutzung in ihren Bedingungen aus. Für Selbstständige kann daher ein separates Geschäftskonto notwendig oder zumindest organisatorisch sinnvoll sein.
03
Mehr als nur Überweisungen

Leistungen und Funktionen eines Girokontos.

Überweisungen

Du beauftragst deine Bank, einen bestimmten Betrag auf ein anderes Konto zu übertragen. Normale Euro-Überweisungen werden regelmäßig spätestens am folgenden Geschäftstag ausgeführt.

Lastschriften und Daueraufträge

Lastschriften werden vom Zahlungsempfänger eingezogen. Daueraufträge richtest du selbst für wiederkehrende feste Beträge ein, etwa für Miete oder Sparraten.

Karten

Girocard und Debitkarte belasten das Konto direkt oder zeitnah. Bei klassischen Kreditkarten werden Umsätze später gesammelt oder in Raten abgerechnet.

Bargeld

Bargeldabhebungen können über eigene Automaten, Automatenverbünde, Handelspartner oder Fremdbanken möglich sein. Gebühren und Limits unterscheiden sich.

APP

Online- und Mobile-Banking

Über App und Browser lassen sich Umsätze prüfen, Überweisungen ausführen, Karten sperren und Einstellungen verwalten. Bedienbarkeit und Funktionsumfang variieren.

10s

Echtzeitüberweisungen

Euro-Echtzeitüberweisungen werden grundsätzlich rund um die Uhr innerhalb weniger Sekunden ausgeführt. Sie dürfen nicht teurer sein als vergleichbare normale Überweisungen.

Debitkarte, Girocard oder Kreditkarte?

Kartentyp Abrechnung Typische Nutzung Wichtiger Punkt
Girocard Direkt oder zeitnah über das Girokonto Bezahlen und Bargeld in Deutschland Im Ausland teilweise nur mit zusätzlicher Kartenfunktion nutzbar
Debitkarte Direkt oder zeitnah über das Girokonto Online, im Ausland und im Handel Bei Hotels oder Mietwagen nicht immer gleichwertig zu einer Kreditkarte
Charge-Kreditkarte Gesammelte monatliche Abrechnung Reisen, Reservierungen und größere Zahlungen Offener Betrag wird gewöhnlich vollständig eingezogen
Revolving-Kreditkarte Voll- oder Teilzahlung möglich Flexibler Kreditrahmen Bei Teilzahlung können hohe Sollzinsen entstehen
Virtuelle Karte Je nach hinterlegtem Kartenmodell Onlinezahlungen und Mobile Wallet Nicht immer für Bargeld oder Offline-Zahlungen geeignet
04
Gesamtkosten statt Werbepreis

Was kostet dein Girokonto wirklich?

Ein Konto mit 0 Euro Grundgebühr kann trotzdem teuer werden. Kartenpreise, kostenpflichtige Bargeldabhebungen und Dispozinsen entscheiden häufig stärker über die Gesamtkosten als die monatliche Kontoführungsgebühr.

Monatliche Kontoführungsgebühr in Euro
Jährliche Kartenkosten in Euro
Kostenpflichtige Abhebungen pro Monat
Gebühr je Bargeldabhebung in Euro
Durchschnittlich genutzter Dispo in Euro
Dispozins pro Jahr in Prozent
Monate mit dieser Dispo-Nutzung
Sonstige jährliche Gebühren in Euro
05
Antrag und Prüfung

Was du für die Kontoeröffnung brauchst.

01
Kontomodell auswählen

Vergleiche das Konto nach deiner tatsächlichen Nutzung.

Prüfe vor dem Antrag, welche Karten enthalten sind, wo du kostenlos Bargeld erhältst und ob ein Mindestgeldeingang verlangt wird.

02
Persönliche Angaben

Reiche die verlangten Daten und Unterlagen ein.

Banken benötigen regelmäßig Name, Anschrift, Geburtsdatum, Steuerdaten, Kontaktdaten und Angaben zur beruflichen oder finanziellen Situation.

03
Identitätsprüfung

Bestätige deine Identität.

Die Legitimation erfolgt beispielsweise per Videoident, Postident, Online-Ausweisfunktion oder persönlich in einer Filiale. Dafür benötigst du ein anerkanntes Identitätsdokument.

04
Bonitätsprüfung

Die Bank kann deine SCHUFA-Daten prüfen.

Bei einem normalen Girokonto darf die Bank die Eröffnung grundsätzlich von ihrer Risikoprüfung abhängig machen. Besonders relevant ist die Bonität, wenn ein Dispo oder eine Kreditkarte mit Kreditrahmen vorgesehen ist.

Girokonto für Minderjährige

Konten für Kinder und Jugendliche werden regelmäßig auf Guthabenbasis geführt. Ein Dispokredit ist in der Regel nicht vorgesehen.

Für die Eröffnung ist normalerweise die Mitwirkung der gesetzlichen Vertreter erforderlich. Banken verlangen regelmäßig Identitätsunterlagen des Kindes und der Sorgeberechtigten.

Welche Funktionen das Kind selbst nutzen kann, hängt vom Alter, dem Kontomodell und den vereinbarten Verfügungsrechten ab.

06
Konto trotz negativer Bonität

Girokonto trotz SCHUFA: Welche Möglichkeiten bleiben?

Eine negative SCHUFA bedeutet nicht automatisch, dass überhaupt kein Konto möglich ist. Sie kann aber dazu führen, dass eine Bank ein normales Girokonto ablehnt oder nur ein Konto ohne Kreditfunktion anbietet.

Möglich ist beispielsweise ein Guthabenkonto ohne Dispo und ohne Kreditkarte mit Kreditrahmen. Zahlungen funktionieren dann nur, soweit ausreichendes Guthaben vorhanden ist.

Wer kein anderes nutzbares Zahlungskonto besitzt, kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen ein Basiskonto beantragen. Eine negative SCHUFA, Schulden oder eine laufende Pfändung sind allein keine zulässigen Gründe, diesen Anspruch abzulehnen.

Droht eine Kontopfändung, reicht ein normales Guthabenkonto nicht aus. Erst die Führung als Pfändungsschutzkonto schützt einen gesetzlichen Monatsbetrag.

07
Teure Flexibilität

Wie Dispokredit und Überziehung funktionieren.

Ein Dispositionskredit ist ein vereinbarter Kreditrahmen auf deinem Girokonto. Die Bank erlaubt dir, das Konto bis zu einer bestimmten Grenze ins Minus zu führen.

Zinsen fallen nur auf den tatsächlich genutzten Betrag und für die Dauer der Nutzung an. Trotzdem ist der Dispo häufig deutlich teurer als ein klassischer Ratenkredit.

Überschreitest du den vereinbarten Rahmen oder überziehst das Konto ohne eingeräumten Dispo, handelt es sich um eine geduldete Überziehung. Darauf besteht kein Anspruch.

Der größte Fehler besteht darin, den Dispo dauerhaft als zusätzliches Einkommen zu behandeln. Bleibt das Konto über Monate im Minus, werden laufende Einnahmen immer wieder von der Überziehung aufgezehrt.

01
Dispozins vergleichen Schon wenige Prozentpunkte Unterschied können bei längerer Nutzung spürbare Kosten verursachen.
02
Rahmen nicht ausschöpfen Ein hoher Kreditrahmen ist keine Empfehlung, ihn vollständig zu nutzen.
03
Warnfunktion aktivieren Push-Mitteilungen und Kontostandswarnungen helfen, eine Überziehung früh zu erkennen.
04
Dauerhafte Nutzung beenden Prüfe Haushaltsbudget, Umschuldung oder fachliche Beratung, wenn das Konto dauerhaft im Minus bleibt.
08
Sicherheit und Haftung

So schützt du Konto, Karte und Zugangsdaten.

2FA

Zwei-Faktor-Authentifizierung

Viele Zahlungen und Kontoanmeldungen müssen mit zwei voneinander unabhängigen Merkmalen bestätigt werden.

!

Karte sofort sperren

Bei Verlust, Diebstahl oder Verdacht auf Missbrauch solltest du Karte und Onlinezugang unverzüglich sperren lassen.

Umsätze kontrollieren

Prüfe Kontoauszüge und Push-Nachrichten regelmäßig. Je früher du unberechtigte Zahlungen meldest, desto schneller kann die Bank reagieren.

Wer haftet bei einer betrügerischen Zahlung?

Eine Zahlung ist dir grundsätzlich nur zuzurechnen, wenn du sie autorisiert hast. Bei einer nicht autorisierten Zahlung muss die Bank den belasteten Betrag grundsätzlich unverzüglich erstatten.

Vor der Verlust- oder Sperranzeige kann eine gesetzliche Eigenbeteiligung bestehen. Hast du den Schaden vorsätzlich oder grob fahrlässig verursacht, kann die Haftung deutlich weitergehen.

Gib niemals TANs, Freigabecodes oder vollständige Zugangsdaten an Personen weiter, die dich telefonisch, per E-Mail oder Nachricht dazu auffordern.

09
Konto wechseln ohne Zahlungschaos

So funktioniert der gesetzliche Kontowechselservice.

Verbraucher haben bei einem Wechsel zwischen Zahlungskonten Anspruch auf gesetzliche Kontenwechselhilfe, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind.

Mit deiner Ermächtigung fordert die neue Bank bei der bisherigen Bank Informationen über Daueraufträge, Lastschriften und regelmäßige Zahlungseingänge an.

Der Service erleichtert den Wechsel, nimmt dir aber nicht jede Kontrolle ab. Seltene Abbuchungen, Jahresbeiträge und gespeicherte Kartendaten können übersehen werden.

01
Neues Konto eröffnen

Warte auf vollständigen Zugang und funktionierende Karte.

Schließe das alte Konto nicht, bevor das neue Konto, die App, das TAN-Verfahren und die Karten tatsächlich nutzbar sind.

02
Wechselhilfe beauftragen

Lege fest, welche Zahlungen übertragen werden sollen.

Prüfe die von den Banken erstellten Listen und ergänze fehlende Zahlungspartner manuell.

03
Parallelphase nutzen

Lass beide Konten einige Wochen gleichzeitig bestehen.

Halte auf dem alten Konto ausreichend Guthaben für verspätete Lastschriften und vergessene Zahlungen bereit.

04
Altes Konto schließen

Kündige erst nach einer abschließenden Umsatzkontrolle.

Übertrage Restguthaben, lade Kontoauszüge herunter und kläre offene Karten- oder Disposchulden.

Typische Wechselprobleme Jahresbeiträge, PayPal, Onlineshops, Streamingdienste, Versicherungen, Arbeitgeber, Familienkasse und Finanzamt werden beim Wechsel besonders häufig vergessen.
Girokonten richtig vergleichen

Das beste Konto passt zu deiner Nutzung.

Prüfe nicht nur die monatliche Grundgebühr. Ein gutes Girokonto verbindet niedrige Gesamtkosten mit passenden Karten, einer zuverlässigen App und einer Bargeldversorgung, die zu deinem Alltag passt.

Kosten und Leistungen
gemeinsam prüfen
01
Kontoführungsgebühr Dauerhaft kostenlos oder nur bei Mindestgeldeingang?
02
Kartenkosten Welche Karten sind enthalten und was kosten Zusatzkarten?
03
Bargeldversorgung Wo, wie oft und ab welchem Betrag kannst du kostenlos abheben?
04
Bargeldeinzahlung Ist sie möglich und fallen dafür Gebühren an?
05
Dispozins Wie teuer wird eine kurzfristige oder längere Überziehung?
06
App und Onlinebanking Sind Kartensteuerung, Push-Mitteilungen und Unterkonten vorhanden?
07
Auslandseinsatz Welche Fremdwährungs- und Abhebegebühren entstehen?
08
Einlagensicherung Welche Bank und welches Sicherungssystem stehen hinter dem Konto?
11
Konten für besondere Situationen

Basiskonto, P-Konto und Gemeinschaftskonto.

Gesetzlicher Zugang

Basiskonto

Das Basiskonto sichert grundlegende Zahlungsfunktionen, wenn kein anderes nutzbares Konto vorhanden ist. Negative SCHUFA oder Schulden schließen den Anspruch nicht automatisch aus.

Basiskonto-Ratgeber ↗
Schutz bei Pfändung

P-Konto

Ein P-Konto schützt einen gesetzlichen Monatsbetrag vor einer Kontopfändung. Es ist kein eigenständiges Kontomodell, sondern eine Schutzfunktion eines Einzelkontos.

Pfändungsschutz berechnen ↗
Gemeinsam verwalten

Gemeinschaftskonto

Ein Gemeinschaftskonto wird von mindestens zwei Personen geführt. Es eignet sich etwa für gemeinsame Haushaltskosten, verlangt aber klare Absprachen und gegenseitiges Vertrauen.

Gemeinschaftskonten vergleichen ↗
12
Praktische Tipps

Diese Girokonto-Fehler lassen sich vermeiden.

×
Nur auf den Grundpreis schauen Karten-, Bargeld- und Dispokosten können den Preisvorteil vollständig aufzehren.
×
Mindestgeldeingang übersehen Ohne ausreichenden Eingang kann aus einem kostenlosen Konto plötzlich ein kostenpflichtiges werden.
×
Dispo als Dauerlösung nutzen Wiederkehrende Überziehungen führen schnell zu hohen Zinskosten.
×
Falsche Karte einplanen Eine Debitkarte ersetzt bei Reisen und Kautionen nicht immer eine klassische Kreditkarte.
×
Altes Konto zu früh schließen Lass beide Konten während des Wechsels vorübergehend parallel laufen.
×
Jahresgebühren vergessen Seltene Abbuchungen werden beim Kontowechsel besonders leicht übersehen.
×
PIN und TAN weitergeben Freigabecodes gehören niemals in die Hände angeblicher Bankmitarbeiter.
×
Pfändungsschutz zu spät beantragen Bei drohender Kontopfändung solltest du dich frühzeitig mit dem P-Konto befassen.
13
Häufige Fragen

Das Girokonto kurz erklärt.

Was ist der Unterschied zwischen Girokonto und Bankkonto?

Bankkonto ist ein Oberbegriff. Das Girokonto ist ein Zahlungskonto für den laufenden Zahlungsverkehr. Daneben existieren beispielsweise Tagesgeld- und Festgeldkonten.

Ist ein kostenloses Girokonto wirklich kostenlos?

Nicht zwingend. Oft entfällt lediglich die monatliche Kontoführungsgebühr. Für Karten, Bargeldabhebungen, Fremdwährungen oder Papierüberweisungen können trotzdem Kosten entstehen.

Kann ich ein Girokonto ohne SCHUFA eröffnen?

Manche Banken bieten Guthabenkonten ohne Kreditrahmen an. Hast du kein anderes nutzbares Konto, kann außerdem ein gesetzlicher Anspruch auf ein Basiskonto bestehen.

Wie viele Girokonten darf man haben?

Grundsätzlich kannst du mehrere Girokonten führen. Beachte jedoch Gebühren, Bonitätsprüfungen und den organisatorischen Aufwand. Nur ein P-Konto ist pro Person zulässig.

Wie lange dauert eine normale Überweisung?

Eine elektronische Euro-Überweisung innerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums muss grundsätzlich spätestens am Ende des folgenden Geschäftstags beim Zahlungsdienstleister des Empfängers eingehen.

Kann ich eine Lastschrift zurückholen?

Eine autorisierte SEPA-Basislastschrift kannst du regelmäßig innerhalb von acht Wochen ab Belastung ohne Angabe von Gründen zurückgeben.

Ist Guthaben auf dem Girokonto abgesichert?

Innerhalb der Europäischen Union sind Bankeinlagen grundsätzlich bis zu 100.000 Euro je Kunde und Kreditinstitut gesetzlich geschützt.

Wann lohnt sich ein Kontowechsel?

Ein Wechsel kann sinnvoll sein, wenn Gebühren steigen, Karten oder Bargeld zu teuer sind, der Dispozins hoch ist oder App und Service nicht mehr zu deinem Alltag passen.

Kontenvergleich-Fazit

Ein gutes Girokonto fällt im Alltag kaum auf – ein schlechtes jeden Monat.

Das Girokonto ist die Schaltzentrale deiner täglichen Finanzen. Deshalb sollte es zuverlässig, verständlich und zu deiner tatsächlichen Nutzung passend sein.

Entscheidend sind die Gesamtkosten. Ein kostenloses Konto kann durch Karten, Bargeld oder Dispozinsen teuer werden. Ein Konto mit Grundgebühr kann dagegen sinnvoll sein, wenn wichtige Leistungen bereits enthalten sind.

Prüfe besonders Kartenart, Bargeldversorgung, Mindestgeldeingang, App-Qualität, Dispozins und Auslandskosten.

Wechsle nicht vorschnell, aber bleibe auch nicht aus Bequemlichkeit bei einem Konto, das dauerhaft zu teuer oder unpassend geworden ist.

Quellen und rechtliche Grundlagen

  • Bürgerliches Gesetzbuch, insbesondere §§ 675c bis 676c zu Zahlungsdiensten, Überweisungen und Haftung.
  • Zahlungskontengesetz, insbesondere die Vorschriften zur gesetzlichen Kontenwechselhilfe.
  • Europäische Vorgaben zu Zahlungsdiensten, Echtzeitüberweisungen und Empfängerüberprüfung.
  • Deutsche Bundesbank: Informationen zu SEPA und Echtzeitüberweisungen.
  • Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht: Verbraucherinformationen zu Giro- und Basiskonten.

Stand: Juni 2026. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechts-, Finanz- oder Schuldnerberatung. Kontogebühren, Leistungen, Zinssätze und Bedingungen können sich ändern. Maßgeblich sind die aktuellen Vertragsunterlagen und Preisverzeichnisse des jeweiligen Anbieters. Der integrierte Kostenrechner liefert eine vereinfachte Orientierung.