Kontopfändung verständlich erklärt

P-Konto: Geld schützen. Alltag sichern.

Ein Pfändungsschutzkonto schützt einen monatlichen Betrag auf deinem Girokonto vor dem Zugriff von Gläubigern. Entscheidend ist jedoch, dass du Freibeträge, Fristen und Bescheinigungen richtig nutzt.

Stand: Juni 2026 Mit Freibeträgen ab Juli 2026 Mit Rechner und Schritt-für-Schritt-Anleitung
01 Automatischer Schutz

Auf einem P-Konto bleibt ein monatlicher Grundbetrag auch bei einer Kontopfändung verfügbar.

02 Freibetrag erhöhen

Unterhalt, Kindergeld und bestimmte Sozialleistungen können zusätzlichen Schutz auslösen.

03 Nur ein P-Konto

Jede Person darf nur ein Pfändungsschutzkonto führen. Es muss sich um ein Einzelkonto handeln.

04 Aktiv werden

Das Konto wird nicht automatisch umgestellt. Du musst die Umwandlung selbst bei der Bank verlangen.

01
Definition und Zweck

Was ist ein Pfändungs-Schutzkonto?

Das Pfändungsschutzkonto, kurz P-Konto, ist kein eigenes Sparprodukt und keine besondere Bank. Es handelt sich um ein normales Giro- oder Zahlungskonto, das mit einer gesetzlichen Pfändungsschutzfunktion versehen wird.

Geht bei der Bank eine Kontopfändung ein, wird nicht automatisch das gesamte Guthaben freigegeben. Auf einem P-Konto bleibt jedoch mindestens der gesetzliche monatliche Grundfreibetrag verfügbar. Damit sollen Miete, Energie, Lebensmittel, Versicherungen und andere notwendige Ausgaben weiter bezahlt werden können.

Das P-Konto verhindert die Pfändung nicht. Es löscht auch keine Schulden und stoppt keine Vollstreckungsmaßnahmen. Es schützt lediglich den unpfändbaren Teil des Guthabens auf dem Konto.

Eingeführt wurde das P-Konto, damit Betroffene nicht für jede einzelne Zahlung eine Freigabe durch Gericht oder Vollstreckungsstelle beantragen müssen. Der Schutz soll weitgehend direkt über das Konto funktionieren.

Die zentralen Regelungen stehen heute insbesondere in § 850k sowie in den §§ 899 bis 910 der Zivilprozessordnung. Das Pfändungsschutzkonto-Fortentwicklungsgesetz, kurz PKoFoG, hat den Kontopfändungsschutz umfassend überarbeitet. Die Reformregelungen gelten seit Dezember 2021.

Wichtig Ein P-Konto schützt nur Guthaben auf dem Konto. Eine Lohn- oder Gehaltspfändung beim Arbeitgeber wird dadurch nicht aufgehoben.
02
Grundfreibetrag

Wie viel Geld ist automatisch geschützt?

Der automatische Grundfreibetrag gilt unabhängig davon, aus welcher Quelle das Guthaben stammt. Geschützt sein können daher beispielsweise Gehalt, Rente, Bürgergeld, Sozialhilfe, Überweisungen von Angehörigen oder andere Gutschriften.

Entscheidend ist nicht die Bezeichnung der Zahlung, sondern wie viel Guthaben im jeweiligen Kalendermonat auf dem gepfändeten P-Konto zur Verfügung steht.

1.560 € Bis 30. Juni 2026

Dieser gerundete monatliche Grundfreibetrag gilt noch bis zum Ende des laufenden Anpassungszeitraums.

1.590 € Ab 1. Juli 2026

Ab Juli 2026 steigt der automatische Schutzbetrag auf dem P-Konto auf 1.590 Euro pro Kalendermonat.

1× jährlich Regelmäßige Anpassung

Die Pfändungsfreigrenzen werden jeweils zum 1. Juli an die Entwicklung des steuerlichen Grundfreibetrags angepasst.

Grundbetrag und P-Konto-Betrag sind nicht exakt dieselbe Zahl Der gesetzliche monatliche Grundbetrag nach § 850c ZPO beträgt ab Juli 2026 1.587,40 Euro. Für das P-Konto wird auf den nächsten vollen Zehn-Euro-Betrag aufgerundet. Dadurch ergibt sich der automatische Schutz von 1.590 Euro.
Schutzbetrag einschätzen

Wie viel Guthaben könnte bei dir geschützt sein?

Unterhaltspflichten, Kindergeld und bestimmte Sozialleistungen können den Grundfreibetrag erhöhen. Unser Rechner gibt dir eine erste Orientierung für deinen persönlichen Fall.

Freibetrag prüfen
und besser planen
03
Mehr Schutz mit Nachweis

Wann der Freibetrag erhöht werden kann.

Der automatische Grundfreibetrag reicht nicht in jeder Lebenssituation aus. Wenn du weitere Personen versorgst oder bestimmte geschützte Leistungen erhältst, kann dein monatlicher Freibetrag steigen.

Die Bank erkennt solche Erhöhungen in der Regel nicht allein anhand des Kontoumsatzes. Du musst die Voraussetzungen nachweisen.

1+

Unterhaltspflichten

Der Freibetrag kann steigen, wenn du einer oder mehreren Personen aufgrund einer gesetzlichen Pflicht tatsächlich Unterhalt gewährst. Dazu können etwa Kinder, Ehegatten oder frühere Ehegatten gehören.

K

Kindergeld

Kindergeld und andere gesetzliche Geldleistungen für Kinder können zusätzlich geschützt werden. Eine Ausnahme kann gelten, wenn gerade wegen einer Unterhaltsforderung des betreffenden Kindes gepfändet wird.

S

Sozialleistungen

Zusätzlicher Schutz kann unter anderem bestehen, wenn du Leistungen für weitere Mitglieder einer Bedarfsgemeinschaft oder Haushaltsgemeinschaft auf deinem Konto entgegennimmst.

N

Nachzahlungen

Bestimmte Nachzahlungen von Sozialleistungen oder Arbeitseinkommen können geschützt sein. Bei höheren oder komplizierten Nachzahlungen kann ein gerichtlicher Freigabebeschluss notwendig werden.

Wer darf eine P-Konto-Bescheinigung ausstellen?

Eine Bescheinigung kann insbesondere von der Familienkasse, einem Sozialleistungsträger, dem Arbeitgeber oder einer geeigneten Person beziehungsweise Stelle im Sinne des Insolvenzrechts ausgestellt werden.

Zu den geeigneten Stellen gehören häufig anerkannte Schuldner- und Insolvenzberatungsstellen. Auch Rechtsanwälte, Steuerberater oder andere gesetzlich geeignete Personen können je nach Fall bescheinigen.

Ist eine Bescheinigung zeitlich befristet, muss die Bank sie für den ausgewiesenen Zeitraum beachten. Eine unbefristete Bescheinigung ist grundsätzlich zwei Jahre zu berücksichtigen. Danach darf die Bank eine aktuelle Bescheinigung verlangen.

Die Bank muss die bescheinigten Angaben ab dem zweiten Geschäftstag nach der Vorlage beachten. Lass dir deshalb bestätigen, wann die Unterlagen eingegangen sind.

04
Rechtsanspruch auf Umwandlung

So wird aus dem Girokonto ein P-Konto.

Als natürliche Person kannst du jederzeit verlangen, dass dein bestehendes Zahlungskonto als Pfändungsschutzkonto geführt wird. Die Bank darf die Umwandlung nicht davon abhängig machen, dass bereits eine Pfändung vorliegt.

Ist das Konto bereits gepfändet, kannst du verlangen, dass es zum Beginn des vierten auf dein Verlangen folgenden Geschäftstages als P-Konto geführt wird. Eine gesetzliche Drei-Tage-Frist gibt es nicht.

Erfolgt die Umwandlung innerhalb eines Monats nach Zustellung der Pfändung an die Bank, kann der Kontopfändungsschutz noch rückwirkend für die eingegangene Pfändung wirken.

Auch ein Konto mit negativem Saldo darf umgewandelt werden. Nach der Umwandlung wird das P-Konto allerdings ausschließlich auf Guthabenbasis geführt. Ein vorhandener Dispokredit kann deshalb entfallen.

01
Schriftlich beantragen Nutze das Formular deiner Bank oder stelle ein eindeutiges schriftliches Umwandlungsverlangen.
02
Eingang bestätigen lassen Der genaue Zeitpunkt kann bei einer bereits bestehenden Pfändung entscheidend sein.
03
Nur ein P-Konto Du musst versichern, dass du kein weiteres P-Konto unterhältst.
04
Freibetrag kontrollieren Prüfe nach der Umstellung, welcher Betrag tatsächlich verfügbar ist.
05
Schutzwirkung verstehen

Was das P-Konto schützt – und was nicht.

Innerhalb des verfügbaren Freibetrags kannst du grundsätzlich frei über dein Guthaben verfügen. Du kannst damit beispielsweise Überweisungen ausführen, Bargeld abheben, Lastschriften einlösen lassen oder mit einer Debitkarte bezahlen.

Der Schutz bezieht sich auf das Guthaben des jeweiligen Kalendermonats. Beträge oberhalb des geschützten Rahmens können an den pfändenden Gläubiger abgeführt werden, sofern kein weiterer Schutz nachgewiesen oder gerichtlich angeordnet wurde.

Nicht verbrauchtes geschütztes Guthaben wird in die drei folgenden Kalendermonate übertragen. Dadurch kannst du einen begrenzten Betrag für größere notwendige Ausgaben zurücklegen.

Dabei gilt das sogenannte FIFO-Prinzip: „First in, first out“. Verfügungen werden zuerst mit dem Guthaben verrechnet, das dem Konto am längsten gutgeschrieben ist. Das soll verhindern, dass älteres geschütztes Guthaben verfällt, obwohl jüngeres Guthaben vorhanden ist.

Typischer Irrtum Das P-Konto schützt nicht automatisch jede beliebig hohe Sozialleistungs- oder Gehaltszahlung. Entscheidend sind der automatische Freibetrag, bescheinigte Erhöhungen und gegebenenfalls gerichtliche Freigaben.
Situation Was gilt? Was solltest du tun?
Guthaben unter dem Freibetrag Der Betrag bleibt grundsätzlich verfügbar. Kontobewegungen und verfügbaren Betrag kontrollieren.
Guthaben über dem Freibetrag Der überschießende Betrag kann pfändbar sein. Erhöhungsbeträge oder gerichtliche Freigabe prüfen.
Freibetrag nicht vollständig verbraucht Übertragung in die drei folgenden Monate ist möglich. Alter und Höhe der übertragenen Beträge im Blick behalten.
Geld abheben und wieder einzahlen Die Einzahlung zählt erneut als Kontogutschrift. Geschütztes Geld nicht unnötig erneut einzahlen.
Doppelte Lohn- und Kontopfändung Der bereits gekürzte Lohn kann auf dem Konto erneut blockiert werden. Freigabe durch das Vollstreckungsgericht prüfen.
06
Besondere Konstellationen

Was bei Minus, Gemeinschaftskonto und Insolvenz gilt.

Konto im Minus

Auch ein überzogenes Konto darf umgewandelt werden. Neue geschützte Gutschriften dürfen im gesetzlichen Umfang nicht einfach mit dem alten Sollsaldo verrechnet werden. Der bestehende Schuldsaldo bleibt aber bestehen.

2

Gemeinschaftskonto

Ein P-Konto kann nur als Einzelkonto geführt werden. Kontoinhaber eines Gemeinschaftskontos benötigen deshalb getrennte Einzelkonten. Bei einer Pfändung sollte die Aufteilung besonders schnell organisiert werden.

§

Insolvenzverfahren

Das P-Konto kann auch während eines Insolvenzverfahrens genutzt werden. Es schützt den laufenden unpfändbaren Betrag, ersetzt aber keine Abstimmung mit Insolvenzverwalter, Treuhänder oder Gericht bei besonderen Zahlungen.

Bankwechsel

Da nur ein P-Konto gleichzeitig zulässig ist, muss der Wechsel genau geplant werden. Das alte Konto sollte nicht vorschnell zurückgewandelt oder geschlossen werden, solange das neue Konto noch nicht vollständig nutzbar ist.

07
Kosten, Rechte und Pflichten

Die Bank darf für den Schutz keinen Aufschlag verlangen.

Ein P-Konto muss nicht grundsätzlich kostenlos sein. Die Bank darf jedoch allein für die Pfändungsschutzfunktion keine höhere Kontoführungsgebühr verlangen als für das bisherige Konto oder ein vergleichbares normales Standardkonto.

Das bestehende Vertragsverhältnis bleibt im Übrigen bestehen. Die Bank darf das Konto nicht allein deshalb zu einem schlechteren und teureren Sonderprodukt machen, weil du den gesetzlichen Pfändungsschutz nutzt.

Kreditabhängige Leistungen können allerdings wegfallen. Dazu gehören insbesondere ein Dispokredit oder eine Kreditkarte mit echtem Kreditrahmen. Das P-Konto selbst wird auf Guthabenbasis geführt.

Anspruch auf Umwandlung Die Bank darf ein bestehendes Einzel-Zahlungskonto nicht grundlos ablehnen.
Fristgerechte Bearbeitung Bei bestehender Pfändung gilt die gesetzliche Frist von vier Geschäftstagen.
Bescheinigung berücksichtigen Nachweise müssen ab dem zweiten folgenden Geschäftstag umgesetzt werden.
!
Änderungen mitteilen Entfallen Unterhaltspflichten oder Leistungen, solltest du veraltete Angaben nicht weiter verwenden.
08
Rücklagen bilden

Kann man auf einem P-Konto sparen?

Ein begrenztes Ansparen ist möglich. Wenn du deinen geschützten Monatsbetrag nicht vollständig verbrauchst, wird der Rest in die drei folgenden Kalendermonate übertragen.

Dadurch kannst du beispielsweise Geld für eine höhere Stromrechnung, eine Reparatur oder eine notwendige Anschaffung zurücklegen.

Das P-Konto ist jedoch kein dauerhaft geschütztes Sparkonto. Nach Ablauf der Übertragungsfrist kann älteres Guthaben pfändbar werden. Auch zusätzliche Einzahlungen erhöhen den geschützten Monatsrahmen nicht automatisch.

Bei größeren Rücklagen oder einmaligen Zahlungen solltest du frühzeitig prüfen, ob eine Bescheinigung oder ein Antrag beim Vollstreckungsgericht nötig ist.

Praxisregel Plane nicht allein nach dem angezeigten Kontostand. Entscheidend ist, welcher Teil des Guthabens aus welchem Monat stammt und wie lange der Schutz noch besteht.
09
Rückumwandlung und Kündigung

Wie das P-Konto wieder beendet wird.

Du kannst von deiner Bank verlangen, dass das P-Konto wieder als normales Zahlungskonto ohne Pfändungsschutz geführt wird. Dafür gilt eine Frist von mindestens vier Geschäftstagen zum Monatsende.

Eine Rückumwandlung sollte gut überlegt sein. Besteht noch eine Pfändung oder geht kurz danach eine neue Pfändung ein, fehlt ohne P-Konto der automatische Kontopfändungsschutz.

Auch die Bank kann das zugrunde liegende Kontoverhältnis unter den normalen vertraglichen und gesetzlichen Voraussetzungen kündigen. Eine Kündigung allein deshalb, weil du die P-Konto-Funktion nutzt, ist jedoch nicht ohne Weiteres gerechtfertigt.

Handelt es sich um ein Basiskonto, gelten zusätzliche gesetzliche Kündigungsbeschränkungen. Bei einer Kündigung solltest du rechtzeitig ein neues Einzelkonto organisieren und den Schutz ohne Lücke übertragen.

10
P-Konto und SCHUFA

Warum die P-Konto-Funktion gemeldet werden kann.

Banken dürfen prüfen, ob eine Person bereits ein anderes P-Konto führt. Hintergrund ist die gesetzliche Vorgabe, dass jede Person nur ein einziges Pfändungsschutzkonto unterhalten darf.

Dafür kann die P-Konto-Eigenschaft an eine Auskunftei wie die SCHUFA gemeldet und bei einer entsprechenden Anfrage zurückgemeldet werden. Die Information dient vor allem der Missbrauchskontrolle.

Die P-Konto-Meldung ist von negativen Zahlungserfahrungen, offenen Forderungen oder titulierten Schulden zu unterscheiden. Trotzdem kann eine Bank die Information im Rahmen einer Konto- oder Kreditprüfung sehen.

Arbeitgeber, Vermieter oder andere private Personen erfahren nicht automatisch, dass du ein P-Konto führst. Zugang erhalten grundsätzlich nur Stellen, die im Rahmen einer zulässigen Anfrage entsprechende Informationen abrufen dürfen.

Nach Beendigung der P-Konto-Funktion sollte die entsprechende Kennzeichnung wieder gelöscht beziehungsweise aktualisiert werden. Prüfe deine gespeicherten Daten bei Bedarf über eine kostenlose Datenkopie.

11
Typische Fehler vermeiden

Diese Fehler können dich Geld kosten.

×
Zu spät umwandeln Bei einer bekannten Pfändung sollte der Antrag sofort und nachweisbar gestellt werden.
×
Unterhalt nicht bescheinigen Ohne Nachweis bleibt es oft beim niedrigeren automatischen Grundfreibetrag.
×
Zwei P-Konten führen Mehrere P-Konten sind gesetzlich nicht zulässig.
×
Gemeinschaftskonto behalten Pfändungsschutz kann nur über ein Einzelkonto eingerichtet werden.
×
Freibetrag mit Kontostand verwechseln Nicht jeder angezeigte Betrag ist automatisch frei verfügbar.
×
Größere Nachzahlung ignorieren Hohe Nachzahlungen können einen zusätzlichen Antrag beim Vollstreckungsgericht erfordern.
12
Häufige Fragen

Das P-Konto kurz erklärt.

Wird ein Girokonto automatisch zum P-Konto?

Nein. Du musst die Umwandlung ausdrücklich bei deiner Bank verlangen. Eine drohende oder bestehende Pfändung ist dafür nicht zwingend erforderlich.

Wie hoch ist der P-Konto-Freibetrag ab Juli 2026?

Ab dem 1. Juli 2026 sind automatisch 1.590 Euro pro Kalendermonat geschützt. Mit Bescheinigung oder Gerichtsentscheidung kann der Betrag steigen.

Muss die Bank innerhalb von drei Tagen umwandeln?

Nein. Bei bereits gepfändetem Guthaben ist gesetzlich der Beginn des vierten auf das Umwandlungsverlangen folgenden Geschäftstages maßgeblich.

Kann ein Konto im Minus umgewandelt werden?

Ja. Ein negativer Saldo schließt die Umwandlung nicht aus. Das P-Konto wird danach jedoch auf Guthabenbasis geführt.

Wie lange gilt eine P-Konto-Bescheinigung?

Befristete Bescheinigungen gelten für den angegebenen Zeitraum. Unbefristete Bescheinigungen muss die Bank grundsätzlich zwei Jahre beachten.

Kann ich Geld auf dem P-Konto ansparen?

Begrenzt ja. Nicht verbrauchtes geschütztes Guthaben kann in die drei folgenden Kalendermonate übertragen werden. Ein unbegrenztes dauerhaft geschütztes Ansparen ist nicht möglich.

Ist ein P-Konto teurer als ein normales Konto?

Die Bank darf allein für die P-Konto-Funktion keinen Preisaufschlag verlangen. Normale Gebühren des zugrunde liegenden Kontomodells können jedoch weiterhin anfallen.

Kontenvergleich-Fazit

Das P-Konto schützt nicht vor Schulden – aber vor dem finanziellen Stillstand.

Das Pfändungsschutzkonto sorgt dafür, dass ein gesetzlich geschützter Teil deines Guthabens trotz Kontopfändung für den Alltag verfügbar bleibt.

Der wichtigste Schritt ist die rechtzeitige Umwandlung. Danach solltest du prüfen, ob der automatische Grundfreibetrag ausreicht oder wegen Unterhalt, Kindergeld, Sozialleistungen oder Nachzahlungen erhöht werden muss.

Besonders bei einem Gemeinschaftskonto, einem Konto im Minus, einer Doppelpfändung oder größeren Nachzahlungen solltest du frühzeitig Unterstützung durch eine anerkannte Schuldnerberatungsstelle oder geeignete Rechtsberatung suchen.

Hinweis: Dieser Artikel bietet eine allgemeine Orientierung und ersetzt keine individuelle Rechts- oder Schuldnerberatung. Freibeträge, gerichtliche Zuständigkeiten und die Behandlung einzelner Zahlungseingänge können sich ändern oder vom konkreten Vollstreckungsfall abhängen. Bei einer akuten Kontosperre, Unterhaltspfändung, Doppelpfändung oder größeren Nachzahlung solltest du kurzfristig fachliche Hilfe suchen.