Bankkonto als gesetzliches Recht

Basis-konto: Zugang statt Ausschluss.

Ein Basiskonto ermöglicht grundlegende Bankgeschäfte – auch ohne regelmäßiges Einkommen, festen Wohnsitz oder positive SCHUFA. Banken dürfen einen Antrag nur aus wenigen gesetzlich festgelegten Gründen ablehnen.

Anspruch und Antrag verständlich erklärt Mit Ablehnungsgründen und Beschwerdeweg Stand: Juni 2026
01 Gesetzlicher Anspruch

Berechtigte Verbraucher können von einer Bank grundsätzlich den Abschluss eines Basiskontovertrags verlangen.

02 Negative SCHUFA egal

Schulden, eine schlechte Bonität oder eine Pfändung reichen allein nicht aus, um den Antrag abzulehnen.

03 Grundfunktionen inklusive

Überweisungen, Lastschriften, Bargeld und Kartenzahlungen müssen grundsätzlich möglich sein.

04 Entscheidung in zehn Tagen

Über einen vollständigen Antrag muss die Bank grundsätzlich innerhalb von zehn Geschäftstagen entscheiden.

01
Definition und Zweck

Was ist ein Basiskonto?

Ein Basiskonto ist ein Zahlungskonto mit gesetzlich vorgeschriebenen Grundfunktionen. Es ermöglicht dir, Geld zu empfangen, Rechnungen zu bezahlen, Bargeld abzuheben und am bargeldlosen Zahlungsverkehr teilzunehmen.

Das Basiskonto wurde eingeführt, weil ein Bankkonto heute für viele Bereiche des täglichen Lebens unverzichtbar ist. Lohn, Rente und Sozialleistungen werden meist überwiesen. Auch Miete, Strom, Versicherungen und Mobilfunk werden regelmäßig über ein Konto bezahlt.

Wer kein Konto besitzt, kann dadurch schnell vom wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Alltag ausgeschlossen werden. Das Basiskonto soll deshalb einen Mindestzugang zum Zahlungsverkehr sichern.

Die gesetzlichen Regeln stehen im Zahlungskontengesetz, kurz ZKG. Der Anspruch besteht in Deutschland seit 2016. Banken und Sparkassen, die Zahlungskonten für Verbraucher anbieten, müssen grundsätzlich auch Basiskonten anbieten.

Das Basiskonto ist üblicherweise ein Guthabenkonto. Du kannst grundsätzlich nur über Geld verfügen, das sich tatsächlich auf dem Konto befindet. Einen Dispokredit muss die Bank nicht gewähren.

Basiskonto bedeutet nicht kostenloses Konto Der gesetzliche Anspruch betrifft den Zugang und die Grundfunktionen. Banken dürfen grundsätzlich ein angemessenes Entgelt verlangen.
02
Wer geschützt wird

Wer hat Anspruch auf ein Basiskonto?

Anspruchsberechtigt sind Verbraucher, die sich rechtmäßig in der Europäischen Union aufhalten. Der Anspruch ist nicht davon abhängig, dass du ein regelmäßiges Einkommen, eine Arbeitsstelle oder eine gute Bonität nachweisen kannst.

Auch besonders verletzliche Personengruppen sollen Zugang zu einem Konto erhalten. Eine fehlende Meldeadresse oder eine schwierige finanzielle Situation schließen den Anspruch nicht automatisch aus.

EU

Rechtmäßiger Aufenthalt

Berechtigt sind Verbraucher mit rechtmäßigem Aufenthalt in der Europäischen Union. Die deutsche Staatsangehörigkeit ist dafür nicht erforderlich.

Menschen ohne festen Wohnsitz

Auch obdachlose Personen können ein Basiskonto beantragen. Eine klassische Wohnanschrift darf nicht pauschal zur Voraussetzung gemacht werden.

ID

Geflüchtete und Geduldete

Der Anspruch kann auch für Asylsuchende und geduldete Personen bestehen. Entscheidend sind die gesetzlichen Aufenthaltsvoraussetzungen und eine mögliche Identitätsfeststellung.

Schulden und negative SCHUFA

Eine negative SCHUFA, geringes Einkommen, Überschuldung, Privatinsolvenz oder eine laufende Kontopfändung sind allein keine zulässigen Ablehnungsgründe.

Kein Anspruch auf Kredit Das Recht auf ein Basiskonto bedeutet nicht, dass die Bank dir einen Dispo, eine Kreditkarte mit Kreditrahmen oder ein Darlehen anbieten muss.
03
Gesetzliche Grundfunktionen

Was ein Basiskonto können muss.

Das Basiskonto darf nicht auf das bloße Empfangen von Geld reduziert werden. Es muss die grundlegenden Zahlungsdienste ermöglichen, die die Bank ihren Kunden generell anbietet.

01 Geld einzahlen

Bargeld muss entsprechend den Möglichkeiten der Bank auf das Konto eingezahlt werden können.

02 Geld abheben

Du musst Bargeld am Schalter oder an verfügbaren Geldautomaten abheben können.

03 Überweisungen

Einzelüberweisungen und regelmäßig wiederkehrende Überweisungen müssen möglich sein.

04 Daueraufträge und Lastschriften

Miete, Strom, Versicherungen und andere regelmäßige Zahlungen können über das Konto abgewickelt werden.

05 Debitkarte

Eine Zahlungskarte muss Kartenzahlungen und regelmäßig auch Bargeldabhebungen ermöglichen.

06 Onlinebanking

Bietet die Bank Onlinebanking allgemein für Zahlungskonten an, muss es grundsätzlich auch beim Basiskonto zugänglich sein.

Keine Pflicht zu Premiumleistungen Kostenlose Kreditkarten, Bonusprogramme, Versicherungen, Unterkonten oder ein persönlicher Kreditrahmen gehören nicht zu den gesetzlich garantierten Basisleistungen.
04
Gebühren genau prüfen

Was darf ein Basiskonto kosten?

Ein Basiskonto muss nicht kostenlos sein. Die Bank darf für die Kontoführung und einzelne Leistungen Gebühren verlangen. Das Entgelt muss nach dem Zahlungskontengesetz jedoch angemessen sein.

Bei der Bewertung spielen insbesondere marktübliche Kontogebühren und das tatsächliche Nutzungsverhalten eine Rolle. Eine Bank darf nicht sämtliche besonderen Kosten, die ihr möglicherweise durch Basiskontokunden entstehen, allein auf diese Kundengruppe abwälzen.

In der Praxis gibt es verschiedene Modelle: Manche Banken verlangen eine monatliche Pauschale. Andere berechnen eine niedrigere Grundgebühr, verlangen dafür aber zusätzliche Entgelte für beleghafte Überweisungen, Bargeldabhebungen oder einzelne Buchungen.

Vergleiche deshalb nicht nur den monatlichen Grundpreis. Entscheidend sind die voraussichtlichen Gesamtkosten bei deiner persönlichen Nutzung.

Gebührenmodell Typische Ausgestaltung Worauf du achten solltest
Monatliche Pauschale Fester Kontopreis, bestimmte Standardleistungen inklusive. Prüfe Kartenpreis, Bargeld und beleghafte Aufträge.
Grundpreis plus Einzelposten Niedrige Grundgebühr, zusätzliche Kosten je Buchung oder Auftrag. Kann bei vielen Überweisungen und Lastschriften teuer werden.
Onlinekonto Günstigere digitale Kontoführung, Filialleistungen teilweise kostenpflichtig. Prüfe, ob du Smartphone, TAN-Verfahren und Onlinebanking zuverlässig nutzen kannst.
Filialkonto Persönliche Aufträge und Services am Schalter. Häufig höherer Grundpreis oder Entgelte für Papierüberweisungen.
05
Antrag und Kontoeröffnung

So beantragst du ein Basiskonto.

01
Konto auswählen

Preise und Zugangswege vergleichen.

Prüfe vor dem Antrag, ob das Basiskonto online, in einer Filiale oder über beide Wege geführt werden kann. Vergleiche Grundgebühr, Kartenkosten, Bargeldversorgung und Preise für Papierüberweisungen.

02
Formular verwenden

Stelle ausdrücklich einen Basiskontoantrag.

Nutze möglichst das gesetzliche Antragsformular nach dem Zahlungskontengesetz. Dadurch ist klar, dass du nicht nur ein normales Girokonto, sondern ausdrücklich ein Basiskonto beantragst.

Lass dir auf einer Kopie bestätigen, an welchem Tag die Bank den vollständigen Antrag erhalten hat.

03
Identität nachweisen

Reiche die verfügbaren Identitätsdokumente ein.

Die Bank muss deine Identität nach den gesetzlichen Vorgaben prüfen. Häufig werden Personalausweis, Reisepass, Aufenthaltspapiere, Aufenthaltsgestattung oder Duldungsdokumente verwendet.

Fehlen klassische Ausweispapiere, sollte die Bank prüfen, welche anderen gesetzlich anerkannten Dokumente zur Identifizierung genutzt werden können.

04
Entscheidung abwarten

Die Bank hat grundsätzlich zehn Geschäftstage.

Nach Eingang des vollständigen Antrags muss die Bank den Basiskontovertrag grundsätzlich innerhalb von zehn Geschäftstagen abschließen oder dir eine gesetzlich begründete Ablehnung mitteilen.

Fehlen notwendige Angaben oder Dokumente, kann sich die Bearbeitung verzögern. Fordere die Bank deshalb auf, dir konkret mitzuteilen, welche Unterlagen noch fehlen.

Ausweisdokument Personalausweis, Pass oder ein anderes anerkanntes Identitätsdokument.
Aufenthaltsnachweis Soweit erforderlich: Aufenthaltstitel, Gestattung, Duldung oder vergleichbarer Nachweis.
Erreichbare Anschrift Das kann je nach Situation auch eine Beratungsstelle oder andere zuverlässige Postadresse sein.
Angaben zu bestehenden Konten Im Antrag musst du erklären, ob bereits ein nutzbares Zahlungskonto vorhanden ist.
06
Bank sagt Nein?

Wann ein Basiskonto abgelehnt werden darf.

Eine Bank darf den Basiskontoantrag nicht nach freiem Ermessen ablehnen. Zulässig sind nur die im Zahlungskontengesetz geregelten Ablehnungsgründe.

Ablehnung kann zulässig sein

Gesetzlich anerkannte Gründe

  • Du besitzt bereits ein anderes in Deutschland tatsächlich nutzbares Zahlungskonto mit den erforderlichen Grundfunktionen.
  • Die Bank würde durch die Kontoeröffnung gegen geldwäscherechtliche Pflichten verstoßen.
  • Es liegen bestimmte erhebliche Straftaten gegenüber der Bank, ihren Mitarbeitern oder Kunden vor.
  • Ein früheres Basiskonto bei derselben Bank wurde innerhalb des gesetzlichen Zeitraums aus einem anerkannten Grund wirksam gekündigt.
  • In gesetzlich geregelten Fällen bestehen erhebliche Zahlungsrückstände aus einem früheren Basiskonto bei derselben Bank.
Allein nicht ausreichend

Keine zulässigen Pauschalgründe

  • Negative SCHUFA oder schlechte Bonität
  • Arbeitslosigkeit oder Bürgergeldbezug
  • Geringes oder unregelmäßiges Einkommen
  • Bestehende Schulden oder Überschuldung
  • Laufende Kontopfändung
  • Privatinsolvenz
  • Kein fester Wohnsitz
  • Fehlendes Interesse an weiteren Bankprodukten

Was tun, wenn die Bank ablehnt?

Die Ablehnung muss grundsätzlich kostenlos, in Textform und mit einer Begründung erfolgen. Außerdem muss die Bank dich über das Verwaltungsverfahren bei der BaFin und eine zuständige Verbraucherschlichtungsstelle informieren.

Prüfe zunächst, ob der genannte Grund tatsächlich zum Gesetz passt. Eine allgemeine Aussage wie „schlechte Bonität“, „interne Geschäftspolitik“ oder „kein Interesse an der Geschäftsbeziehung“ genügt beim Basiskonto nicht.

Du kannst bei der BaFin ein Verwaltungsverfahren beantragen. Die BaFin prüft dann, ob die Ablehnung, Untätigkeit oder Fristüberschreitung rechtswidrig war. Stellt sie einen Verstoß fest, kann sie die Bank zur Eröffnung des Basiskontos verpflichten.

07
Zwei Kontoarten im Vergleich

Basiskonto oder normales Girokonto?

Kriterium Basiskonto Normales Girokonto
Rechtsanspruch Ja, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt sind. Nein. Die Bank kann den Antrag grundsätzlich nach eigener Risikoprüfung ablehnen.
Bonitätsprüfung Negative SCHUFA allein verhindert die Eröffnung nicht. Bonität und SCHUFA können für die Annahme entscheidend sein.
Kontoführung Regelmäßig auf Guthabenbasis. Je nach Bank mit oder ohne Dispokredit.
Grundfunktionen Gesetzlich vorgeschriebene Zahlungsdienste. Umfang richtet sich nach dem gewählten Kontomodell.
Kreditprodukte Kein Anspruch auf Dispo oder echte Kreditkarte. Je nach Bonität können Kreditrahmen angeboten werden.
Kosten Müssen angemessen sein, können aber vergleichsweise hoch ausfallen. Große Auswahl von kostenlosen bis kostenpflichtigen Modellen.
Geeignet für Personen ohne anderes nutzbares Konto oder mit erschwertem Kontozugang. Personen, die zwischen mehreren regulären Angeboten wählen können.
Praktische Empfehlung Bekommst du ein günstiges normales Girokonto mit allen benötigten Leistungen, kann dieses attraktiver sein. Wird dir ein reguläres Konto wegen Bonität oder Schulden verweigert, sichert das Basiskonto den gesetzlichen Mindestzugang.
Basiskonto und Kontopfändung

Das Basiskonto kann auch als P-Konto geführt werden.

Ein Basiskonto besitzt nicht automatisch Pfändungsschutz. Du kannst jedoch bereits im offiziellen Antrag ankreuzen, dass das Konto als Pfändungsschutzkonto geführt werden soll. Alternativ kannst du die Umwandlung später verlangen.

Durch die P-Konto-Funktion bleibt ein gesetzlich geschützter monatlicher Betrag trotz Kontopfändung verfügbar. Die grundlegenden Zahlungsfunktionen des Basiskontos bleiben grundsätzlich erhalten.

P Basiskonto mit
Pfändungsschutz
09
Besonderer Kündigungsschutz

Wann die Bank ein Basiskonto kündigen darf.

Eine Bank darf einen Basiskontovertrag nicht wie ein gewöhnliches Girokonto ohne Weiteres beenden. Das Zahlungskontengesetz enthält besondere und abschließend geregelte Kündigungsmöglichkeiten.

Eine Kündigung kann beispielsweise möglich sein, wenn der Kontoinhaber bei der Antragstellung vorsätzlich falsche Angaben gemacht hat und der Vertrag sonst nicht zustande gekommen wäre.

Weitere Gründe können die Nutzung des Kontos für rechtswidrige Zwecke, erhebliche Straftaten gegenüber der Bank oder gesetzlich relevante Zahlungsrückstände sein. Auch ein länger nicht genutztes Konto kann unter bestimmten Voraussetzungen gekündigt werden.

Die Bank muss die Kündigung in Textform, klar und verständlich erklären. Je nach Kündigungsgrund gelten unterschiedliche Fristen. Außerdem muss sie dich regelmäßig über Rechtsschutzmöglichkeiten informieren.

Eine Kündigung nur wegen negativer SCHUFA, Arbeitslosigkeit, Sozialleistungsbezug oder einer Kontopfändung ist nicht zulässig.

Bei einer Kündigung nicht abwarten Fordere die konkrete gesetzliche Begründung an und wende dich frühzeitig an die BaFin, eine Verbraucherzentrale oder eine Schuldnerberatungsstelle. So vermeidest du eine längere Zeit ohne nutzbares Konto.
10
Probleme praktisch lösen

Was du bei Verzögerungen und hohen Gebühren tun kannst.

01
Vollständigen Antrag nachweisen Lass dir Datum, Eingang und Vollständigkeit auf einer Kopie bestätigen.
02
Fehlende Unterlagen konkret erfragen Akzeptiere keine pauschale Aussage, deine Dokumente würden „nicht reichen“.
03
Zehn Geschäftstage notieren Reagiert die Bank nicht rechtzeitig, kannst du die Fristüberschreitung bei der BaFin prüfen lassen.
04
Ablehnung schriftlich verlangen Mündliche Aussagen am Schalter reichen für eine Prüfung regelmäßig nicht aus.
05
Gesamtkosten berechnen Addiere Grundpreis, Karte, Buchungen, Bargeld und Papierüberweisungen.
06
Gebühren beanstanden Auffällig hohe oder nicht nachvollziehbare Entgelte kannst du schriftlich prüfen lassen.
07
Beratungsstelle einschalten Schuldnerberatung und Verbraucherzentralen helfen bei Anträgen, Ablehnungen und Pfändungsschutz.
08
P-Konto sofort mitdenken Bei drohender Pfändung solltest du den Schutz direkt im Antrag oder unmittelbar danach beantragen.
11
Häufige Fragen

Das Basiskonto kurz erklärt.

Kann die Bank ein Basiskonto wegen negativer SCHUFA ablehnen?

Nein. Eine negative SCHUFA oder schlechte Bonität ist für sich allein kein zulässiger Ablehnungsgrund. Das Basiskonto wird regelmäßig ohne Kreditrahmen auf Guthabenbasis geführt.

Wie lange darf die Eröffnung dauern?

Nach Eingang eines vollständigen Antrags muss die Bank den Basiskontovertrag grundsätzlich innerhalb von zehn Geschäftstagen abschließen oder eine begründete Ablehnung mitteilen.

Brauche ich eine feste Meldeadresse?

Nein. Auch Menschen ohne festen Wohnsitz können anspruchsberechtigt sein. Die Bank benötigt aber regelmäßig eine Möglichkeit, dich zu identifizieren und wichtige Schreiben zuzustellen.

Ist ein Basiskonto kostenlos?

Nicht automatisch. Banken dürfen ein angemessenes Entgelt verlangen. Vergleiche neben der monatlichen Grundgebühr auch Karten-, Buchungs- und Bargeldkosten.

Bekomme ich beim Basiskonto einen Dispokredit?

Darauf besteht kein Anspruch. Ein Basiskonto wird üblicherweise auf Guthabenbasis geführt. Die Bank muss dir keinen Kreditrahmen einräumen.

Darf ich trotz eines anderen Kontos ein Basiskonto eröffnen?

Besitzt du bereits ein in Deutschland tatsächlich nutzbares Zahlungskonto mit den erforderlichen Grundfunktionen, kann die neue Bank den Basiskontoantrag ablehnen. Ist das alte Konto gekündigt, blockiert oder praktisch nicht nutzbar, kann der Anspruch dennoch bestehen.

Kann das Basiskonto als P-Konto geführt werden?

Ja. Du kannst bereits beim Basiskontoantrag die Führung als Pfändungsschutzkonto verlangen oder das Konto später umwandeln lassen.

Was kann ich bei einer Ablehnung tun?

Verlange die schriftliche Begründung. Anschließend kannst du bei der BaFin ein kostenloses Verwaltungsverfahren beantragen oder dich an die genannte Verbraucherschlichtungsstelle wenden.

Kontenvergleich-Fazit

Ein Konto ist kein Luxus. Das Basiskonto sichert den Zugang.

Das Basiskonto ermöglicht grundlegende Bankgeschäfte auch dann, wenn ein normales Girokonto wegen Bonität, Schulden oder einer schwierigen Lebenssituation nicht erreichbar ist.

Entscheidend ist der ausdrückliche Antrag nach dem Zahlungskontengesetz. Die Bank darf ihn nur aus gesetzlich anerkannten Gründen ablehnen und muss grundsätzlich innerhalb von zehn Geschäftstagen reagieren.

Achte besonders auf die Gebühren. Der Preis muss angemessen sein, kann sich zwischen den Banken aber deutlich unterscheiden. Bei einer Pfändung solltest du das Basiskonto zusätzlich als P-Konto führen lassen.

Wird dein Antrag abgelehnt oder verzögert, musst du das nicht hinnehmen. Verlange eine schriftliche Begründung und nutze das Verwaltungsverfahren der BaFin.

Quellen und rechtliche Grundlage

  • Zahlungskontengesetz, insbesondere die Regelungen zum Anspruch, Antrag, Leistungsumfang, Entgelt, zur Ablehnung und Kündigung eines Basiskontos.
  • Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht: Verbraucherinformationen und Verwaltungsverfahren zum Basiskonto.
  • Gesetzliches Antragsformular für ein Basiskonto nach § 33 Zahlungskontengesetz.
  • Verbraucherzentralen: Informationen zu Leistungen, Gebühren und typischen Problemen beim Basiskonto.

Stand: Juni 2026. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine individuelle Rechts-, Schuldner- oder Finanzberatung. Banken können unterschiedliche Entgeltmodelle anbieten. Maßgeblich sind das geltende Recht, die aktuellen Preisverzeichnisse sowie die Unterlagen des jeweiligen Anbieters.

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